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SIM-Karte

Damit man eine SIM-Karte in ein Handy (Test) einlegen kann, muss sie das richtige äußere Format und eine aktuelle Chip-Technik besitzen. Nur dann kann man seinen Handyvertrag bzw. Prepaid-Tarif nutzen. Informieren Sie sich jetzt zu folgenden Themen, die immer wieder Fragen aufwerfen.

  • SIM-Karten Formate: Welche Größen gibt es – und welche ist die richtige für das eigene Handy?
  • USIM-Karte: Welche technischen Besonderheiten weist eine USIM-Karte auf – und wann kann ein Wechsel zu einer solchen Karte erforderlich sein?
  • SIM-Lock und Netlock: Was genaue bedeuten diese Sperren – und wie kann man sie aufheben?
  • SIM-Karte zuschneiden: Alle Infos, wenn Sie das Format der Karte eigenhändig ändern wollen.

SIM-Karten-Formate

Die richtige SIM-Karten-Größe für das eigene Handy

Hier erfahren Sie alle Unterschiede der drei SIM-Formate, schnell und verständlich. Entscheidend ist dabei, dass die SIM-Karte genau dasselbe Format wie der SIM-Steckplatz in Ihrem vorhandenen Handy hat. Nicht vergessen: Falls Sie ein Dual-SIM Handy nutzen, haben die beiden Steckplätze oft unterschiedliche Größen. Sollten Sie unsicher sein, sehen Sie bitte auch in der Bedienungsanleitung Ihres Endgeräts oder auf der Website des jeweiligen Geräteherstellers nach.

Bedeutung des Formats

Die verschiedenen Formate beziehen sich lediglich auf die Abmessungen des Plastikrahmens. Der SIM-Chip ist bei neuen SIM-Karten immer gleich groß. Will man eine SIM-Karte vergrößern oder verkleinern, geht es daher immer nur um Änderungen am Kunststoffrand, nicht am Chip. Doch Vorsicht: Bei älteren Handykarten ist der Chip noch größer als eine Nano-SIM – man kann diese also nicht immer einfach zuschneiden.

Infos zur Standard SIM

Mini-SIM

Eine Mini-SIM-Karte ist die größte der aktuell drei gängigen SIM-Formate. Bevor es Micro- und Nano-SIM gab, ließ man den Hinweis „Mini“ lange Zeit einfach weg.

Abmessungen

Die Abmessungen einer Mini-SIM sind in einer ISO/IEC Norm festgelegt. Sie betragen: 25 x 15 mm.

Wie kam es zu dem Begriff „Mini“?

Die ersten SIM-Karten besaßen noch das Scheckkarten-Format. Als dann die heutigen „Mini-SIM-Karten“ erschienen, nannte man sie so zur besseren Unterscheidung – das größere Format bezeichnete man hingegen als „Full Size SIM“.

Die mittlere Größe

Micro-SIM: Seit 2010

Das mittlere aktuelle Format trägt auch die Bezeichnung „3FF“, für „Dritte Format-Norm“ nach „Full Size“ und „Mini“ SIM-Karte.

Abmessungen

Eine Micro-SIM misst 15 mm x 12 mm, im Vergleich ist ihre Langseite so groß wie die Schmalseite der Mini-SIM.

Besonderheiten

Die Micro-SIM unterscheiden sich von der älteren Variante vor allem durch die unterschiedlichen Außenmaße. Die Micro-SIM ist allerdings technisch fast immer eine USIM-Karte.

Das kleinste Format

Nano-SIM: Seit 2012

Nano-SIM-Karten sind die vierte Generation der Handykarten.

Abmessungen

Die Nano-SIM ist nochmals ca. 40% kleiner als eine Micro-SIM. Die Abmessungen sind: 8,8 mm x 12,3 mm x 0,67 mm (L x B x H). Es gibt jedoch Toleranzen: Länge und Breite einer Nano-SIM dürfen jeweils bis zu 0,1 mm von der Norm abweichen, die Höhe darf bis zu 0,03 mm größer oder bis zu 0,07 mm kleiner ausfallen.

SIM-Technik

Plastikrand als Trägerrahmen

Eine SIM-Karte besteht im Prinzip aus zwei Teilen: Einem Trägerrahmen sowie dem davon eingerahmten SIM. Der Trägerrahmen sorgt dafür, dass das eigentliche SIM nach dem Einlegen an der richtigen Stelle positioniert ist, damit die Kontakte der SIM an den passenden Kontakten des Handys anliegen.

Ein Chip auf kleinstem Raum

Das SIM selbst ist ein Microprozessor, der es Endgeräten wie Handys, Smartphones, Tablets usw. ermöglicht, sich in ein Mobilfunknetz einzuwählen. Darüber hinaus verfügt es über einen Speicher. Darauf sind in der Regel u.A. Telefonnummern, Kontaktdaten, gesendete und empfangene SMS sowie gewählte Rufnummern gespeichert. Ein SIM, das darüber hinaus auch UMTS-Funktionen unterstützt, bezeichnet man als USIM-Karte.

SIM ist die Abkürzung für „Subscriber Identity Module“ (oder übersetzt: Modul zur Teilnehmer-Identifizierung). Jede einzelne SIM wird einem bestimmten Teilnehmer zugewiesen. Wenn dieser Teilnehmer nun sein SIM verwendet, indem er die entsprechende Karte ins Handy einlegt, und eine Verbindung mit dem Handynetz aufbaut, kann ihn das SIM dem Netz gegenüber identifizieren. Um sicherzustellen, dass es sich um den korrekten Teilnehmer handelt, ist das SIM mit einer PIN als Zugangscode vor unbefugter Nutzung gesichert.

NFC-SIM

NFC-Karten dienen dazu, sie in NFC-fähigen Smartphones mit dessen NFC-Einheit zu koppeln und auf diese Weite bestimmte Services zu ermöglichen – zum Beispiel Bezahlfunktionen. Die Karten funktionieren aber nur, wenn das Handy bereits eine entsprechende Einheit besitzt. Daher muss darauf achten, ob zu einem bestimmten Smartphone angegeben ist, dass es sich für eine NFC-SIM eignet.

UMTS Fähigkeit?

Abgesehen von den beschriebenen Unterscheidungen sollte man etwas beachten, das ältere SIM-Karten aus der Zeit vor Einführung von UMTS betrifft. Sie passen zwar auch in den Standard-SIM-Karten-Einschub. Allerdings funktionieren sie möglicherweise nicht korrekt, da sie nur GSM (2G) unterstützen, aber weder UMTS (3G) noch darauf basierende Dienste und Standards. In diesem Fall sollte man sich an seinen Provider bzw. Mobilfunkanbieter wenden, um die Handykarte zu tauschen.

Stromspannung

SIM-Karten können – je nach Produktionsjahr – leider verschiedene Betriebsspannungen haben. Im Bestand bzw. im Abverkauf gibt es SIM-Karten mit 1,8 Volt, 3 Volt und 5 Volt Spannung. SIM-Karten mit 5 Volt sind aber eigentlich nur noch im Bestand vertreten, sie werden normalerweise nicht mehr neu ausgegeben. Die jeweilige Spannung ist normalerweise auf der SIM-Karte aufgedruckt.

Falls die SIM-Karte eine andere Spannung nutzt als das Handy, in das sie eingelegt wird, kann das verschiedene Probleme verursachen. Das Handy kann eine Fehlermeldung ausgeben, das Betriebssystem kann „abstürzen“ – es kann aber auch einfach lediglich zu einer schnelleren Akku-Entleerung kommen als bei einer SIM-Karte mit der korrekten Spannung.

Sie nutzen eine sehr alte Karte und Ihr Handy-Hersteller gibt an, dass das neue Handy nur für bestimmte Stromstärken geeignet ist? Dann erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Netzbetreiber, mit welcher Spannung Ihre SIM-Karte kompatibel ist.

SIM-Karten richtig benutzen: Tipps

  • Nur bei ausgeschaltetem Handy einlegen oder entfernen: Es kann zu technischen Problemen führen, die SIM im laufenden Betrieb zu entnehmen oder einzustecken. Ausnahme sind eigens dafür geeignete Modelle, z.B. mit sogenannter Easy Swap Funktion. Bei diesen Handys kann man eine SIM-Karte auch herausnehmen bzw. einlegen, während das Handy an ist. Alle Details dazu entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung.
  • Beschädigung vermeiden: Man sollte die metallischen Kontaktflächen des Chips nicht mit den Fingern oder Gegenständen berühren, vor allem nicht mit metallischen Gegenständen. Außerdem schaden heftige Erschütterungen und alle Arten von elektrischer Ladung – z.B. eine statische Entladung und elektrische Störungen durch andere Geräte.
  • SIM-Karte pflegen: Verschmutze Kontaktflächen kann man am besten mit einem weichen Tuch abwischen und dadurch reinigen.